Karin Sander - POINT OF INTEREST

Die in Berlin und Zürich lebende Künst­le­rin Karin Sander (*1957) arbei­tet orts­spe­zi­fisch. Sander geht auf bestehende Situa­tio­nen ein und the­ma­ti­siert deren spe­zi­fi­sche Kon­texte. Sie hebt Sach­ver­halte hervor und lädt zur Aus­ein­an­der­set­zung und zur Par­ti­zi­pa­tion mit den spe­zi­fi­schen Themen ein. Das schein­bar Ver­traute wird neu gedacht, es wird zum Aus­gangs­punkt eines Erkun­dungs­pro­zes­ses. «Point of Inte­rest», ein spe­zi­ell für ART FLOW ent­wi­ckel­tes Licht-Kunst­werk, ist cha­rak­te­ris­tisch für dieses Vor­ge­hen der Kon­tex­tua­li­sie­rung und Hin­ter­fra­gung, ist Zürich doch Euro­pa­sitz des global täti­gen Inter­net­kon­zerns Google, auf dessen Digi­tal­platt­for­men die Icons in Form einer Lupe («Point of Inte­rest») omni­prä­sent sind.

«Point of Inte­rest» steht für kom­mer­zi­ell, kul­tu­rell oder tou­ris­tisch inter­es­sante Adres­sen und soll den Internet-Nutzer:innen helfen, durch die Welt zu navi­gie­ren. Die Lupe ist damit gewis­ser­mas­sen zum Syn­onym für eine digi­tale Topo­gra­fie gewor­den. Nun wird dieses gra­fi­sche Symbol dank Karin Sander für ein knap­pes Jahr in Zürich zu einer realen, sieben Meter hohen Licht­skulp­tur – und damit selber zu einem «Point of Inte­rest». Instal­liert auf dem Dach eines Hoch­hau­ses beim Escher-Wyss-Platz, soll der «Point of Inte­rest» die Men­schen dazu anre­gen, sich Gedan­ken über den Gebrauch digi­ta­ler Medien zu machen.

San­ders Kunst wurde viel­fach inter­na­tio­nal gezeigt und aus­ge­zeich­net, u.a. hat sie die Schweiz 2023 an der Archi­tek­tur-Bien­nale Vene­dig ver­tre­ten. «Point of Inte­rest» wurde mit Unterstützung der Mobimo AG rea­li­siert und wird bis Ende 2025 gezeigt.

Fotos und Video: @burri.world